May 07: Svolvær (N)

unser heutiger Wecker

Heute wollten wir "nirgendwo" hin, also war erst einmal ausschlafen angesagt, das konnten vor allem Claudia und ich sehr gut :-) Frühaufsteher Werner konnte es mal wieder nicht lassen erst die Scheiben unserer Fahrzeuge zu säubern und anschließend die Fenster unserer Hütte zu putzen. Wach wurden wir das erste Mal durch eine Gruppe gröhlender und lachender Kinder, wir wunderten uns erst, aber dann fiel uns ein, das nur weil wir frei haben, andere deswegen nicht frei haben müssten, dann krabbelten die Kinder auch schon in die Boote und fuhren mit summenden Motor davon, so konnten wir dann doch in Ruhe die morgen Sonne auf der Veranda genießen.

Guten morgen Henningsvær
Guten morgen Claudi :-*
Werner sorgt für den nötigen Durchblick
Hier lässt es sich aushalten
Svolvær

Wir machten uns auf den Weg nach Svolvær um uns dort mal umzuschauen. Gucken was den "Touristen" so geboten wird, nach einen kleinem Bummel durch die Einkaufsstraßen, entschlossen wir einen Kaffee zu trinken auf einer Sonnenterrasse unmittelbar am Hafen. Dort lag auch ein Boot vor Anker welches bei schönem Wetter zum Trollfjord fahren würde, wir fragten nach, und es würde heute auch noch ablegen, ca. 3 Stunden sollte die Fahrt dauern. 1800 NOK (ca. 210 EUR) würde uns die Bootsfahrt kosten, ganz schön happig für um nur ein Fjord zu besichtigen? Aber die Fjorde mal von Seeseite zu sehen statt nur ständig vom Land aus dem Auto heraus würde bestimmt eine nette Abwechslung sein. Und später stellte sich dann auch heraus das wir nicht nur das Trolljord besuchen würden, sondern Unterwegs auch noch Passagiere eines Schiff der Hurtigruten aufnehmen würden und noch vor dem Aussterben bedrohte Seeadler bewundern konnten.

Im Hafen von Svolvær
beim verlassen des Hafen
eingmurmelte Claudi
was wohl? ein Leuchtturm!
Die Mittagssonne...
...kommt nicht so recht durch...
aber wir haben trotzdem Spaß
...auch wenn es eher aussieht ...

Wir wunderten uns das das Boot fast leer ablegte, dachten uns aber nichts weiter dabei, ist doch schön so ziemlich alleine, das ganze Deck für uns alleine, auch wenn es hier ziemlich windig war während der Fahrt, drosselte das Boot das Tempo, konnte die Sonne unsere frische Haut streicheln, und das war sehr angenehm.

Es war auch kein Problem eigenes Proviant mit auf das Ausflugsboot zu nehmen, gut das wir uns etwas mitnahmen, die Fahrt dauerte letztendlich ca. 6 Stunden. Wir machten unsere Späßchen, genossen die Aussicht, kuschelten uns um vor dem Wind Schutz zu finden, doch nach der ersten Stunde Fahrt wurden wir etwas unruhig und fragten uns wo wir denn hin fahren würden, weil die Dauer ja nur mit 3 Std angesagt wurde. Dann verlangsamte das Schiff auch noch bis Stillstand, und da lagen wir nun mit Anker vor der Küste Norwegens und wussten nicht was los war. Wir fragten nach, und dann lüftete sich so langsam das Geheimnis, wir warteten auf die MS Trollfjord, ein Kreuzschiff der Hurtigruten. Dann kam auf einmal Action, in der Ferne sahen wir die MS Trollfjord ankommen, und ein weiteres kleines Ausflugsboot das mit uns zusammen aus dem Hafen fuhr näherte sich uns.

Trollfjord

wir sind auf Kurs ...
die MS Trollfjord auch
so dunkel war es nicht
...sieht märchenhaft aus
...der Eingang zum Trollfjord
Fotos können das gesehene nicht immer wiedergeben
das wird aber eng
binnen Sekunden drehte hier die MS Trollfjord
die erste begleitende Möwe

Nach dem einige Passagiere der MS Trollfjord zu uns gestiegen waren, herrschte an Bord auf einmal Hektik und Unruhe, aus, vorbei mit der ruhigen Mittagszeit ;-) Das Boot nahm Kurs auf das Trollfjord, hier fand um 1880 rum eine Schlacht statt zwischen den armen Lofotfischern mit Ihren Segelbooten und kapitalkräftigen Unternehmen mit Dampfbooten, Anlaß dieser Schlacht waren die Ressourcen des Meeres, die Lofotfischer enterten die Dampfboote und schafften sich damals so freien Zugang zu dem Fjord.

Die MS Trollfjord fuhr auch in das Fjord hinein um dann an der breitesten Stelle ein Manöver zu starten , ganz schön eng war das, ich persönlich hätte nicht gedacht das so ein großes Schiff auf so kleinen Raum sich binnen Sekunden drehen kann.

Als wir aus dem Fjord wieder herausfuhren, wurden Brot und Fisch an Deck geholt, mal gucken was jetzt passiert.... Möwenfütterung! Die Vögel kennen die  Prozedere scheinbar schon, sogar aus der Hand der Reiseleiterin pickten die sich die Brotreste

Seeadler

Haliaeetus albicilla (Seeadler)
na wo ist das Fischle?
Möwen jagen macht mehr Spaß?
irgendwie schon große Vögel ...
Adler zeigt Flagge ?! :-)
so jetzt aber ab nach Hause!

Die Möwen werden gefüttert... das heißt? Gleich gibt es auch für uns etwas zu Essen, werden die Seadler sich gedacht haben, mit der Fütterung der Möwen wurden die Adler gelockt, tricky ... :-) Ein eingespielter Haufen schein das hier zu sein, während wir wieder Richtung Svolvær fuhren kamen die Adler um sich Ihren Fisch zu holen. War ganz interessant zu sehen, doch als das Boot dann alle 5 Minuten anhielt weil da noch ein Adler und noch einer zu Sicht kam, wurde es etwas langweilig, und kalt war es auch, und wir hingen schon ca. 5 Stunden auf dem Boot, hatten Hunger, und eigentlich würden wir jetzt gerne wieder in unsere kuschelige Hütte zurück :-)Die andere Passagiere fanden aber jeden Adler unheimlich faszinierend und jedes Mal wurde ein Adler mit einem großen "uuuiiiii, ohhhhhhh, ahhhhhhh" angekündigt. 

Zurück in Henningsvær

Ca. 6 Stunden Bootfahren war dann doch irgendwie anstrengend, etwas Müde waren wir, bevor es zurück nach Henningsvær ging kauften wir in Svolvær noch frisches Brot. An dieser Stelle muss ich mal erwähnen das es Wahnsinn ist was für eine Vielfalt an Brot es gab, wir konnten uns nie so richtig entscheiden welches wir nehmen sollten. Jede Entscheidung aber war sehr lecker. Und Spaß mit der Brotschneidemaschine hatte Werner auch noch jedes Mal :-)

3 dieser Brücken mussten wir überqueren
um nach Henningsvær zu gelangen..
..und hatten dabei solche Aussichten.
Die Möwe war scharf auf unser Abendessen
noch in Svolvaer vor dem Bootsausflug

           zurück zu Tag 6                                                                                                                                                        weiter zu Tag 8