26.05.10 Reisen Reisen

Von: Peter Karsten

Frühjahrstour durch die deutschen Alpen

Ausfahrt mit Mercedes-Freunden durch die deutschen Alpen, Berge hoch und runter, Steilpassagen bis zu 24% , Kurven und Kehren vom feinsten und eine sagenhafte herrliche und unvergessliche Alpenlandschaft .

Die deutsche Alpenstraße
Aussicht vom Zimmer im Lindenberger Hof

Die Traumstraße erstreckt sich über ca. 450 Km am Nordrand der Alpen, zwischen Lindau am Bodensee und Berchtesgaden am Königssee.  Genau das richtige für eine gemütliche Frühjahrestour um den Alltag eine Weile zu entfliehen.

Geplant wurde die Tour vom Michael aus dem mercedes-forum.com (derdietmar), zusammen mit weiteren Teilnehmern und ein paar der MB-Freunde-NRW.de ging es am Freitag in den Süden. Nachdem elTorito ein wenig auf Vordermann gebracht wurde (Birnenwechsel, ein neuer Mercedes Stern, Alufelgen polieren und Autowäsche) ging es am Freitag los Richtung Süden, der Sonne hinterher, das angekündigte Wetter sollte Traumhaft werden, begleitet von blauen Himmel , warmen Temperaturen , viel Sonnenschein und dem Pfingsten Reiseverkehr hieß unser erstes Ziel Lindenberg i. Allgäu. Eine der Sonnenreichsten Städte in Deutschland. Nach unserer Ankunft um ca. 21 Uhr in Lindenberg trafen wir uns in Lindau mit den Teilnehmern welche auch schon am Freitag anreisten um dort die Altstadt noch etwas zu erkunden bevor wir über eine Serpentinenreiche Straße um 0:30 Uhr wieder im Hotel angelangten um uns dort von 650 Km Anreise zu erholen.

Als wir Samstag unsere Augen aufmachten schauten wir aus dem Fenster, ein herrliches Wetter zeigte sich, und nicht nur das, es war kurz vor acht, und sämtliche Teilnehmer waren schon bei Ihren Autos , verstauten Ihr Gepäck und putzten hier und da noch etwas ersichtlichen Schmutz von den Lacken. Dann ging auch schon das Telefon, Mini2711 dran: „Wo bleibt Ihr?, Alles wartet auf euch“…  Also fix geduscht, Tasche gepackt, ausgecheckt und zum Frühstückstisch gegangen welcher für die „Mercedes Gruppe“ reserviert wurde. Trotz unserer morgendlichen Gelassenheit waren wir dann doch nicht die letzten, einige hatten noch nicht ausgecheckt, und auch mussten einige vor dem Start noch Ihre Wagen auftanken ;-) Aber am nächsten Tag wollen wir pünktlich zum Frühstück sein, versprochen, ist ja auch viel gemütlicher so alle beisammen.

1. Etappe - Samstag 22.05.2010

1. Etappe
Sterne vor Neuschwanstein
Schloss Neuschwanstein

Von Lindenberg ging es entlang der B308 Richtung Garmisch-Partenkirchen, welches das Endziel unserer heutigen Tour werden sollte.  Vorbei an idyllischen Almwiesen, malerischen Seen und pittoresken Wäldern kamen wir zum Großen Alpsee vorbei (bei Immenstadt i. Allgäu, nicht verwechseln mit den kleinen Alpsee bei Füssen). Das nächste „Schmankerl“ erwartete uns kurz hinter Bad Hindelang, der Oberjochpass, zweithöchster deutscher Straßenpass (nach dem Riedbergpass), der Oberjochpass verbindet Bad Hindelang mit dem Tannheimer Tal. Auf dieser Kurvenreichen Strecke kann viel Fahrspaß aufkommen wenn es der Verkehr erlaubt, und mit Verkehr sind nicht nur motorisierte fahrbare Untersätze gemeint, wenn ich mich nicht verzählt habe waren hier mehr Mountainbike und Rennradfahrer als Autos unterwegs, das kann extrem nervig werden, und hier und da sehr eng. Am Oberjoch gab es weder persönliche noch materielle Verluste, also weiter geht’s.  

Vorbei am Grüntensee ging es weiter über Nesselwang in Richtung Füssen. Angekommen in Hohenschwangau pausierten wir auf den Parkplatz der Königsschlösser, wir rätselten wie lange es wohl dauern würde zu Fuß zum Schloss Neuschwanstein hoch zu wandern, und entschlossen uns dann mit dem überfüllten Touribus für 1,80 pro Person hochzufahren , und würden dann anschließend gemütlich runter wandern. Hier oben am Schloss gab es eine mächtige Ansammlung von Touristen , viel mehr als im Herbst, daher habe ich mich auf die Marienbrücke dieses mal nicht getraut, so überfüllt war diese.

Nachdem die herrliche Aussicht vom Schloss genossen war schlenderten wir wieder zum Parkplatz um unserer Mittagspause entgegen zu fahren. Diese fand statt bei Steingaden. Den Weg zwischen Füssen und Steingaden kannten Claudia und ich schon von unserer Fahrradtour im Herbst 2009, auf diesem Teilstück wird die Alpenstraße auf der B17 dann kurzzeitlich zur Romantischen Straße. Bei Steingaden angelangt durften wir die zum Weltkulturerbe erklärte Wiesekirche bestaunen, leider nur von außen weil zurzeit ein Gottesdienst und eine Trauung stattfanden. Nachdem wir im Gasthaus gegenüber der Kirche unsere Gaumen beglückt hatten fuhren wir weiter. Nachdem wir uns durch viele weitere herrliche Kurven  entlang der ST2056 und B23 schlängelten bis hin vorbei an Unter und Oberammergau, bogen wir rechts ab auf die ST2060, Ziel: Schloss Linderhof, die königliche Villa im Graswangtal vom bayrischen König Ludwig II. Ein wirklich sehr prächtiges Objekt das hier zwischen 1869 und 1886 errichtet wurde. Nach einem Eis und einen Spaziergang durch den Schlossgarten starteten wir erneut unsere Motoren um nun dem Tagesziel entgegen zu fahren: Garmisch-Partenkirchen, wo uns das nette kleine aber sehr feine Hotel Garni Alpenhof erwartete.

Claudi
Claudi + ich
Alpenhof

Wir trafen so gegen halb sechs Nachmittags in Garmisch ein, füllten brav unsere Gästekarten aus und beschlossen uns um 20 Uhr zu treffen um dann in die Stadt zu gehen und dort das Champions League Fußballspiel Bayern gegen Inter Mailand zuschauen. Die Zeit dazwischen stand allen frei zur Verfügung, so verteilte sich unser bunter Haufen erst einmal.

Unser Zimmer war gemütlich, viel Licht, ein Balkon, zu gemütlich, denn aus einem kurzen Nickerchen wurde ein tiefer Schlaf, und so kam es das es um 20 Uhr an der Tür klopfte und man sagte man würde mal wieder nur auf uns warten ;) Wir werden uns bessern, versprochen… Immer diese Langschläfer…

Nach ca. 20 Minuten Fußweg in die Stadt fanden wir auch recht schnell ein Lokal welches eine große Leinwand auf der Terrasse aufgebaut hatte für das Champions League Spiel, während wir uns das Abendessen schmecken ließen und genüsslich ein paar tranken verloren die Bayern das Spiel, dies war auch nicht weiter tragisch, es schien so als während des Spiels die meisten den Inter Mailand anfeuerten .

Nach dem Spiel ging es dann wieder in Richtung Hotel, während wir auf der Terrasse saßen merkten wir schon das es verdammt kühl wurde, und merkten auf dem Weg dass es nicht nur kühl sondern richtig kalt war, so wurde aus dem Spaziergang fast ein Wettrennen, nur nicht stehen bleiben , wir könnten erfrieren…

*gaehn*schlafen*schnarch*gaehn*aufstehen*gaehn*

2. Etappe - Sonntag 23.05.2010

2. Etappe
durstige Sterne
Claudia freundet sich mit elTorito an

Der zweite Tag dieser Ausfahrt würde mit ca. 330 Km fast doppelt so lang als die erste Etappe, daher war wieder früh aufstehen angesagt, dieses Mal schafften Claudia und ich es auch rechtzeitig zum Frühstück ;) Nach dem sich die Mannschaft nach dem Frühstück gesammelt hatte ging es los über die B2 in Richtung Krün wo wir auf die B11 abbogen in Richtung Walchensee.

Man hatte für heute zwar besseres Wetter angekündigt als am Vortag, dennoch aber blieb es durchwachsen, und dunkle mit Wasser gefüllte Wolken machten uns etwas Sorgen, ein bisschen Nieselregen hier und da, dann wieder Sonne und Regenbogen , Schauer… aber es blieb relativ warm, wäre auch schade gewesen wenn nicht, denn immerhin hatte ich mich auf die Wettervorhersage verlassen und mich dazu entschlossen kurz zu tragen.

Der Walchensee ist einer der tiefsten und größten Alpenseen in Deutschland, welcher auch die Wasserkraft liefert um ein Hochdruck-Speicherkraftwerk im 200 Meter tiefer gelegenen Kochel am See zu betreiben. Mit 124 Megawatt ist es auch eins der größten in seiner Art in Deutschland.

am Tegernsee
Tegernsee

200 Meter Gefälle vom Walchen bis zum Kochelsee? War irgendwie klar dass jetzt wieder ein „spaßiger“ Abschnitt kommen musste, die Kesselbergstraße, von Urfeld am Walchensee bis Kochel am See, mit einem Höhenunterschied von 240 Meter , diese Strecke war einst sehr beliebt für illegale Rennen welche nebst überhöhte Geschwindigkeiten viele Todesopfer forderte , Konsequenz war die immer noch andauernde Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h so wie ein Überholverbot auf der gesamten Passstrecke. Hat trotzdem Spaß gemacht.

Ab Kochel am See ging es weiter über die B11 nach Benediktbeuren, von dort aus auf die B472 über Bad Heilbrunn nach Bad Tölz wo wir auf die B13 wechselten bis kurz hinter Lenggries, um dort einen Abstecher zum Sylvensteinspeicher machten, wieder so ein fjordartiger Stausee, nachdem wir hier bei nieselndem regen eine kurze Pause machten, fuhren wir weiter, ab hier übernahm Claudia das Steuer, anfangs etwas nervös fasste Sie aber sehr schnell vertrauen zum elTorito , nur gut das ich ein geduldiger Beifahrer bin ;)

Es ging weiter auf die B307, und als nächstes folgte der Achenpass, eine gut ausgebaute Passstraße von der man behauptet das sich dort der Fahrspaß in Grenzen hält, Claudia aber schien es Spaß zu machen elTorito die Berge hoch und runter zu fahren. Die Teilnehmern etwas weiter vorne schienen auch Spaß gehabt zu haben wie ich später noch erfuhr, habe mir ja fast gedacht das es einen Grund gab das auf einmal die untermotorisierte und Diesel Fraktion am Ende den Konvoi folgte, aber wir sind ja kein Rennen gefahren, und wenn die Abstände mal etwas größer wurden, haben wir uns an einen schönen Aussichtspunkt wieder auf ein Päuschen gesammelt.

Vorbei am bekannten Wildbad Kreuth ging es über Kreuth zum Tegernsee, wo wir uns direkt am See im „Braustüberl am Tegernsee“ zu Mittag niederließen, also wenn eins in Bayern immer geht dann scheint das Essen zu sein, egal wann und wo ich in Bayern war, es gab immer leckeres zu Essen, und viel und deftig und mächtig… njam njam … lecker… Nach dem Essen und vor der Weiterfahrt spazierten wir noch ein wenig am Ufer des Tegernsee entlang, die Sonne hatte sich auch erbarmt und ließ sich mal wieder blicken, und die Luft war auch spürbar wärmer geworden als in den ersten Morgenstunden.

Wir folgten der B307 noch eine ganze Weile am Ufer des Tegernsee bis wir bei Gmund am Tegernsee auf die ST2076 abbogen um bei Hausham wieder auf die B307 in Richtung Schliersee zu gelangen. Die Strecke zwischen Bayrischzell, Sudelfeld und Tatzelwurm wurde mit einigen Kurven auch noch mal richtig spaßig, auch wenn es heißt das gut ausgebaute mit Geschwindigkeitsbegrenzung versehrte Passstraßen keinen Spaß bieten würden. 

Die ST2089 entlang der A93 sowie die anschließende ST2359 und die Durchfahrt einiger Dörfer entlang der A8 zogen sich etwas, eine Augenweide waren die vielen Häuschen und Gebäude welche mit sehr viel Liebe zum Details gebaut und verziert waren , überall fühlt man sich direkt eingeladen und willkommen, die Gegend gefällt mir gut, ich könnte Bayern Fan werden,…  nein, nicht vom FC ;-) Ich hätte das MTB mitnehmen sollen um noch ein paar zusätzliche Höhmes zu erklimmen, aber dazu werde ich im August noch genug Zeit für bekommen wenn es mit dem MTB ab Garmisch-Partenkirchen bis nach Torbole zum Gardasee mit dem Mountainbike geht.

Ab Bernau am Chiemsee (den Chiemsee werden wir auf der Heimfahrt über die A8 noch besser sehen )  wurde es dann auch wieder etwas hügeliger und es ging wieder mehr in die Berge rein, entlang der B305 folgte zunächst der Maserer Pass, ein wenig spektakulärer Pass mit einer geringen Steigung welcher in weiten Bogen um den um den Walmberg herumführt. Weiter ging es über die B305 entlang der Deutsch-Österreichischen Grenze, vorbei am Schwarzbachwachtsattel / Wachterl / Brunnhaus, bis wir uns dann unserem Tagesziel näherten, Berchtesgaden, bei Schöngau am Königssee.

der "Mini Nürburgring"
Claudia & ich auf 1560 m ü. NN

Doch was nun, wir fahren durch Berchtesgaden durch, schnell noch einmal das Roadbook vom derdietmar studieren, aha, es gibt noch einen abschließenden Rundkurs über die Rossfeld Panorama Straße. Rundkurs? Der war gut… die Einfahrt zur Mautpflichtigen Panoramastraße erinnerte mich etwas an die Zufahrt zum Nürburgring, und irgendwie kam auch etwas Rennfeeling auf. Ca. 8 Km und 700 Höhenmeter bis zum höchsten Aussichtspunkt der Panoramastraße… auf einmal waren alle weg … ;-)

Die Roßfeldstraße ist etwa 16 Km lang, und führt auf 1560 m. ü NN, somit ist Sie die höchste durchgehende Straße Deutschlands. Oben angelangt pausierten wir um die herrliche Aussicht zu genießen. Was man dort oben sehen kann zitiere ich mal aus Wikipedia:

Nach Norden blickt man über Hallein bis nach Salzburg und nach Osten über das Tal der Salzach zu den Bergen des Salzkammerguts (bis 1.782 m) mit der Osterhorngruppe und des Tennengebirges (bis 2.430 m), im Südosten ist das Dachsteingebirge (bis 2.995 m) zu sehen.

Auf deutscher Seite blickt man nach Süden zum nahen Hohen Göll (2.522 m; deutsch-österreichischer Grenzberg). Nach Südwesten schaut man vorbei am Kehlstein (1.881 m) und an dessen nördlich vorgelagertem Ausläufer, dem Obersalzberg, zum zentralen Massiv der Berchtesgadener Alpen, dem Watzmann (2.713 m) sowie Hochkalter (2.607 m) und Reiteralpe. Nach Westen reicht der Blick über das Tal der Berchtesgadener Ache, in dem in einem Talkessel liegend der Markt Berchtesgaden zu sehen ist, zum Lattengebirge (bis 1.738 m). Im Nordwesten ist das Massiv des Untersbergs mit dem Berchtesgadener Hochthron (1.973 m) zu erkennen.

An der Südauffahrt befindet sich oberhalb der Unteren Ahornalm unmittelbar vor der Regerkurve eine Ausweiche mit schöner Aussicht. Ein weiterer, sehr sonniger Aussichtspunkt befindet sich zwischen dem Beginn der Nordauffahrt und Gmerk an der so genannten Leiten.

elTorito

Während der Pause wurden noch eifrig Fotos getauscht und dann hieß es wieder Bergabwärts, gemütlich Rollen lassen, noch etwas die Aussicht genießen, hier würden wir so schnell wohl nicht wieder hinkommen. Nicht weit ab von der Roßfeldstraße fanden wir uns dann beim Sonnenbichl zusammen, die Pension , auch mit einem sagenhaften Ausblick auf die Berge würde einigen Teilnehmern die letzten schöne Träume in den Alpen bescheren.

Im Sonnenbichl genossen wir noch einmal die bayrische Küche zusammen mit den verbliebenen Teilnehmern, und machten uns dann auch wieder auf den Weg nach NRW, weil wir den Pfingstmontag nicht auf der Autobahn verbringen wollten. Nach knapp 770 Km kamen wir dann relativ erschöpft zu Hause an.

Einige Teilnehmer machten sich am Montag noch einen schönen Tag am Königssee und brachen dann auch nach und nach in alle Himmelsrichtungen auf, NRW, Kiel,… einige fuhren sogar von dort aus weiter in eine Woche Urlaub , ja, das hätte ich mir auch gewünscht, so ein Wochenende im schönen Bayern, das war ja schon fast Urlaub, nur leider viel zu kurz.

Nachdem wir Montag ausgeschlafen haben, und die Sonne das Thermometer auf 28 Grad erhitzt hatte, beschlossen Claudia und ich noch eine kleine Radtour zu machen, diese schlossen wir dann ab mit der Einkehr in einen Biergarten, den wir zufällig auf unserer Route fanden, und schlossen so das Bayrische Wochenende ab wie wir es in Lindau begonnen hatten, mit einem Maß Radler… *prost*

Ein paar Fakten:

Links:

 

Teilnehmer:

  • Karl204 und Frau
  • Voodoo2150 und Freundin
  • mb200cdi und Sternfahrerin
  • elTorito und Freundin
  • Mini2711 in Begleitung
  • derdietmar und Freundin
  • Samson01
  • Stern_im_Wind
  • Copperhead
  • wcabrio
  • E.D. (Sonntag)
  • aventurino (Sonntag)

 

Alpenstraße:

  • Länge: ca. 450 km
  • Start: Lindau am Bodensee
  • Ziel:  Berchtesgaden
  • Höchster Punkt:  Oberjoch im Allgäu 1.200 Meter
  • Die größten Seen: Bodensee, Forggensee, Walchensee, Kochelsee, Sylvensteinstausee, Tegernsee, Schliersee, Chiemsee, Königssee
  • Die wichtigsten Klöster und Kirchen: Wieskirche, Kloster Ettal, Kloster Benediktbeuern, Kloster Tegernsee
  • Die wichtigsten Schlösser: Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau in Füssen, Schloss Linderhof bei Ettal, Königliches  Schloss Berchtesgaden
  • Höchster Berg: Zugspitze mit 2.962 m

 

 

 

25.02.13
> Service u. Werkstatt Service u. Werkstatt

Von: Peter Karsten

W638/2 - Reserverad nachrüsten

Vorgehensweise und benötigte Teile für das Nachrüsten einer Reserveradhalterung für eine 15" Stahlfelge mit 195/70 er Bereifung bei einer V-Klasse W638/2. Materialkosten: ca. 100 EUR + Reserverad, Arbeitsaufwand: ca. 4-5 Std, je nachdem ob ein AHK vorhaben ist.

Benötigte Teile:

1 x Reserverad 15" Stahlfelge mit 195/70R15 Bereifung
1 x Haupthalter (A6384000739)
1 x Verbindungsschiene Re. (A6384001142)
1 x Verbindungsschiene Li. (A6384001242)
1 x Schraube (A6384030571)
1 x Schraube (A6384030471)
1 x Griff (A6388900172)
2 x Hutmutter (N001587008002)
2 x Abstandsrohr (A6389910340)
2 x Gummipuffer (A6389870239)
2 x Gummipuffer (A6389870139)
1 x Zwischenstück (A6384000044)
8 x Schrauben M8x16 (N304017008026)
1 x Halter (A6388980914) (Für Alufelgen ist 1 x Lager (A6384000235) statt des Halter notwendig)
1 x Bordwerkzeug: SW19 A6385810001 (Für Schraube A6384030471)


Anleitung:

  1. Der Heckstoßfänger muss demontiert werden

  2. Falls eine Anhängerkupplung vorhanden ist (war hier der Fall) muss diese auch abmontiert werden.

  3. Prüfen ob alle Teile vorhanden sind, es gibt nichts ärgerlicheres als eine Reparatur wegen fehlender Teile nicht beenden zu können ;-)
    Alle Teile vorhanden?

  4. Wenn sich um Gebrauchtteile handelt ist es evtl. Sinnvoll den Teilen einen kleinen Hammerite Anstrich (oder anderen Rostschutz) zu verpassen.
    Hammerite Schwarz Glänzend

  5. Das Zwischenstück (A6384000044) wird mit den beiden Hutmuttern (N001587008002) an den Haupthalter (A6384000739) geschraubt. Das Zwischenstück kann in 2 Verschiedene Höhen verschraubt werden (Abhängig von der Reifenbreite, käme so der Reserveradhalter etwas tiefer)
    Montiertes Zwischenstück am Haupthalter

  6. Die 2 Gummipuffer (A6389870139) kommen auf den Haupthalter (hier noch unlackiert):
    Gummipuffer am Haupthalter

  7. Unter dem Auto findet man 4 Plastikschrauben (2 Pro Seite), diese einfach herausdrehen, wenn das nicht funktioniert: die Seiten etwas anhebeln und mit einer Zange herausdrehen, die Teile scheinen nicht für eine Wiederverwendung gebaut zu sein, wir brauchen diese auch nicht mehr da wir mit den M8x16 Schrauben hier die Verbindungsschienen anschrauben werden.
    Aufnahme für die Verbindungsschiene

    Aufnahmen für die Verbindungsschienen
  8. Aufnahme für die Verbindungsschiene am Heck (hinter der Anhängerkupplung):
    Aufnahme Verbindungsschiene am Heck

  9. Die Verbindungsschienen können auch in 2 Unterschiedlichen Höhen angeschraubt werden, kann man hier im Bild sehen. Auch hier zu sehen wo die 2 Gummipuffer (A6389870239) hinkommen werden. Die Abstandsrohre (A6389910340) werden in die Gummipuffer hineingesteckt (erst nachdem diese montiert sind). Es scheint so als würden diese das Gummi spreizen um ein herausfallen der Gummipuffer zu vermeiden
    Montierte Verbindungsstangen und Gummipuffer

  10. Jetzt am besten den Haupthalter anbringen, dieser wird in die Verbindungsschienen eingehakt. Und hängt dann vorne runter. Nun kann das Reserverrad aufgelegt werden, und mit dem Halter (A6388980914) und dem Griff (A6388900172) festgeschraubt werden (hier im Bild ist das Lager (A6384000235) zu sehen welches für Alufelgen benutzt wird):
    Halter und Griff

  11. Bevor der Haupthalter samt Reserverad nach hinten geschoben wird, sollte die Schraube (A6384030571) reingedreht werden. Wenn diese eingedreht ist kann der Halter nach hinten geschoben werden und in die Schraube eingehakt werden, ist dann einfacher die andere Schraube reinzudrehen). Hier ein Bild nach fertiger Montage, die rechte Schraube ist A6384030571, die Linke Schraube ist A6384030471. Die Linke Schraube lässt sich nur mit dem Bordwerkzeug (rein/rausdrehen 19" , zu erkennen am Schlüsselprofil im Grund des Sechskants, das Bordwerkzeug hat TeileNr.: SW19 A6385810001 LMA)
    Fertig montiertes Reserverad


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