Freunde

...still lausche ich wie die Wellen an mein Boot schlagen, dass erschreckt mich, alles ist so leise, der Tod ist mein sicheres Ende, der Gedanke quält mich. Vorsichtig schaue ich übers Meer, die Sicht besteht nur aus einen roten Horizont und Wasser, das versucht mich zu verschlingen. Hoch am Himmel leuchten schon die Sterne und der Mond vertreibt die Sonne, so dass ich bald auch nichts mehr sehen werde. Meine Hand gleitet durch die Eiskalte unendliche Quelle, eine Decke beschützt mich vor das Erfrieren, in der unruhigen See spiegelt sich mein Bild, in ihm beobachte ich einen Gedanken an den die ich noch ni gedacht habe, mein Blick schwebt über den großen Teich zurück auf das Sternengewölbe. Auf einmal erspähe ich am Himmelsdach zwischen Mond und Sterne eine Erscheinung, eine Illustration von einer jungen Frau, ich weiß nicht wer Sie ist und was Sie in meiner Phantasie durchstöbert. Erkenntlich ist es mir dass ich vom ersten Atemzug an eine Neigung für Sie habe. Meine Herzenswärme will ich ihr beichten als plötzlich die Aufruhr der Elemente mein Schifflein kentert, ich versuche einen Halt zu entdecken, meine Existenz ist vorbei,...

...doch wie das Schicksal wollte habe ich mein Dasein zurückbehalten, umgehend bringe ich mein Geschehen zu Papier damit Du erfährst welche Gefühle ich für dich besitze. Alle meine Liebe, Zärtlichkeit, Herzlichkeit sowie meine Zuneigung, samt Verliebtheit und Gefühle, die ich in die Tiefe sinken ließ, gehören heute dir, dazu möchte ich dir mitteilen dass wenn Du eines Tages mit deinen Boot aufs unendliche Gewässer segelst und der Grund des großen Teich beauftragt sein sollte über dein Schiff herzufallen, dann denke daran dass Du eine Zuflucht im Hafen hast, der im Herzen eines Freundes ruht.

 

Peter Karsten, 1998