20.06.10 Mountain biking Mountain biking

Von: Peter Karsten

Mountainbiken in Jalhay - Belgien

Unterwegs mit Flip auf dem Rundkurs von Jalhay bei Belgien mit ca 57 Km u. 1200 Höhenmeter, eine sehr schönes Erlebnis in dieser belgischen Eifelecke.

Bachrinne als Trail?
Nächste mal hier PicNic
Grüne Lagune ?
über einige Brücken musste man gehn


Jalhay… Gesundheit!... Nein, Jalhay ist keine ansteckende Krankheit, sondern eine Gemeinde in Belgien, welche in den Ausläufern der Eifel und Ardennen liegt.  Nachdem ich (mal wieder) etwas spät aus den Federn kam und gegen 11:00 Uhr in Jalhay eintrudelte, um dort an der Randonnée VTT des Hautes Fagnes teilzunehmen, kam mir bereits das TeamD entgegen. So ein Mist, dabei wollte ich doch extra früher los, damit man sich später noch beim Grillen trifft… Der frühe Vogel fängt den Wurm … das merkte ich dann auch als ich auf den Weg zur Anmeldung war und viele Mountainbiker die Strecke schon abgestrampelt hatten. Der Grill lief schon auf hoch touren und die MTBler spritzten mit Schläuchen die Mocke von Ihren Rädern.

Die Anmeldung war schnell erfolgt. Ich war etwas verwundert darüber dass es keine Startnummer gab und fragte mich wie die kontrollieren wollen ob am Ende auch alle durch sind, ich bekam noch einen Aufkleber auf den Helm geklebt, mit einer Telefonnummer für Notfälle, und schon konnte es los gehen.

Die Wetter Vorhersage für den Sonntag war alles andere als gut gewesen, desto mehr hat es mich gefreut das es den ganzen Sonntag über trocken blieb, als einer der letzten Starter war ich ziemlich einsam unterwegs, mit Regen hätte das sicher kein Spaß gemacht.

gruselig
bei Km 55
Päusschen wg. Hungerast
gespenstig

Man konnte eine Strecke wählen: 15 – 25- 35- 45- oder 55 Km,  Höhenmeter Angaben zu den Rundkursen fand ich vorab nirgendswo im Internet, aber ich entschied mich mal sporadisch für die 55er Runde und rechnete mit ca. 800 bis 900 Höhenmeter (1200 Hm werden es am Ende sein).

Die Strecke war sehr gut beschildert, zur keiner Zeit kam die Frage auf ob ich noch auf den richtigen Weg bin, weiße Pfeile auf den Boden markierten rechtzeitig Abbiegungen und Richtungswechsel, begleitet von Orangen Richtungspfeilen an Bäumen, Steinen, Seitenplanken usw. (auf denen auch die Notfall Telefonnummer vermerkt war), so fühlte ich mich auch nicht so alleine.

Da ich keine Ahnung hatte wie viele Höhenmeter mich erwarten, bin ich die Runde relativ ruhig angegangen, bedingt durch die Einsamkeit in den Wäldern hatte ich auch kein Stress und keinen Druck um mich an das Tempo anderer zu orientieren, also habe ich hier und dort mal ein Päuschen eingelegt und ein paar Fotos gemacht.

verdiente Pommes danach
fast am Ziel
Frittenstube angesteuert
kein Ziel in Sicht bei Km 55

Sehr gut hat mir auch die weitere Beschilderung Unterwegs gefallen, Warnhinweise wenn eine Gefährliche Passage kam, oder die Warnung vor Autos wenn eine Straße überquert werden musste.
Den ersten Checkpoint erreichte ich nach 18 Km, hier legte man mir Nahe das ich so ziemlich der letzte sein dürfte und das es ca. 320 Teilnehmer gab, hier war ich noch relativ fit, gönnte mir ein paar Kekse , ließ meine Wasserflasche mit SPA Wasser auffüllen, und weiter ging‘s.  Der zweite Checkpoint dürfte so bei Km 40 gelegen haben, so sicher bin ich da nicht, ich sah nur einige Leute ein Auto beladen und Kuchen am Essen, wahrscheinlich hat hier keiner mehr mit mir gerechnet ;) Schade, eine kleine Stärkung hätte mir hier echt gut getan. Der doch überwiegend matschige Untergrund zerrte sehr an den Körner in meinen Beinen.  So mühsam ich es auch fand die Berge hochzuklettern wurde dies durch ständige schönen Abfahrten belohnt,  teils etwas sehr holperig, mangels Fahrtechnik hätte es mich hier und da fast zerlegt, aber alles gut gegangen.

Ich näherte mich der 55 Km Marke, fast in Sicherheit, endlich, gleich geschafft, hoffentlich komm ich noch rechtzeitlich um noch etwas vom Grill zu erhaschen, das Garmin zeigte 55 Km, nach der nächsten Kurve würde ich bestimmt wieder Häuser sehen, zurück in der Zivilisation sein… Pustekuchen… hinter der Kurve geht es nochmal ca. 80-90 Meter Bergauf, ich hatte das schon irgendwie geahnt, und trotzdem fluche ich, ich pack‘s nicht mehr, steige auf halben Anstieg ab und schiebe den Rest hoch, oben angekommen kam mir die Umgebung auch schon wieder bekannt vor, jetzt aber Endspurt, Ortseingangsschild Jalhay, geschafft.…  An Start/ Ziel angekommen herrschte hier Aufbruchsstimmung, wie war das nochmal? Der frühe Wurm fängt den Vogel … Der Grill wurde bereits gereinigt, die Duschen waren schon geschlossen, der Parkplatz leer, ich konnte gerade noch mein Bike mit dem Schlauch abspritzen bevor man diesen auch noch wegräumte. Dann schnell zum Auto trockene Klamotten anziehen, um dann die nächstbeste Fritten Stube anzusteuern, was in Belgien kein Problem darstellt, um mir dort meine verdiente Pommes zu gönnen.

Fazit: Eine wirklich sehr schöne und gut ausgeschilderte Strecke.  Duschservice für Bike und Mann. Verpflegung an den Checkpoints. Und trotz schlechter Vorhersage meinte es Petrus gut und ließ die Schleusen zu, das gibt Pluspunkte.

PS: Oder war ich doch nicht der letzte? Stand da etwa noch das Auto vom TeamD auf der Wiese? Welches die Runde auf 78 Km, und ich möchte gar nicht wissen auf wie viele Höhenmeter, ausgedehnt hat. Saubere Leistung, wobei „sauber“ auf den Kursen gestern rund um Jalhay definitiv nicht möglich war. Mocke sei Dank!



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