Garmisch - Landeck (76 km - 884 hm)

Abfahrt am Gästehaus Sissi in Garmisch - Partenkirchen

Die heutige Etappe sollte die gleiche werden wie bei meiner ersten Alpencross, also identisch mit der ersten Etappe von der Albrecht Route. Dass diese Etappe der Sissi Transalp nur „quasi identisch“ mit der ersten Etappe der Albrecht Route ist, habe ich wohl leider überlesen, sonst hätte ich hier an der Tour auch noch was umgebaut.

Das Etappenziel sollte auf jeden Fall das Hotel Mozart in Landeck werden. Nach meinem ersten Jahr kann ich von dort nur Gutes berichten, und Claudia sollte nun auch mal sehen, was sie bisher nur aus meinen Erzählungen kannte, obendrein würde ich diese Etappe mit der von vor 2 Jahren vergleichen können, mal sehen wie fit ich dieses Jahr bin :)

 

Wie auch im ersten Jahr ging es erst mal auf dem Radweg an der B23 entlang. Dieses mal aber habe ich den verpassten Grenzübergang bei Griesen nachgeholt, sofern man diesen so bezeichnen kann :) Die Bestätigung, dass ich kein „Kaltstarter“ bin, habe ich in den letzten zwei Jahren bekommen, so japste ich in den ersten Morgenstunden gewaltig hinterher. Und genauso war es auch dieses Jahr wieder; ich konnte Claudias Pace nicht mitgehen.

Langsam aber stetig ging es weiter bergauf an der Loisach entlang. Solange man die Loisach im Blick hat, ist man bis Biberwier auf dem richtigen Weg, oder doch nicht?...

Ab Ehrwald würde ich jederzeit wieder abbiegen, quasi parallel zur Via Claudia führt ein Panoramaweg durch einen Lärchenwald, da ging es im ersten Jahr auf der Albrecht Route drüber, und auch im letzten Jahr, als wir in Füssen starteten, sind wir über den Panoramaweg. Bei schönem Wetter kann man hier auch ein paar Extra Bonushöhenmeter (ca. 60 hm) machen, zum Waldhaus mit Talblick, und Aussicht auf die Zugspitze. Dort machte ich 2011 Mittagspause, zum Nachtisch gab es dann eine schöne Abfahrt bis zum Weißensee :)

Den Schlenker über den Panoramaweg haben wir in diesem Jahr also nicht gemacht, und sind stattdessen der Via Claudia gefolgt, auf asphaltiertem Radweg, an der Straße entlang hoch nach Biberwier.

 

Kurz vor Griesen
Claudia ...
und Peter ...
am Weißensee

Ich ahnte es schon die ganze Zeit, und spätestens am Weißensee war mir klar, dass wir „etwas ausgelassen haben“. Ein bißchen geärgert habe ich mich schon :) Aber hilft alles nichts, nach einer kurzen Pause am Weißensee wartete der Aufstieg zum alten Fernpass, auf der Via Claudia. Und als ob Claudia und die Via etwas gemeinsam hätten, meisterte Claudia den Aufstieg bravourös, in einem durch, ohne abzusteigen :) ... Geht doch!!... ;-) Oben angekommen, gab es das obligatorische Via Claudia Fernpass Foto, nun schon zum dritten Jahr in Folge. Vor 4 Jahren wäre mir der Gedanke hier oben zu stehen nicht einmal im Traum erschienen.

Da ein frisches Windchen wehte, und die Sonne sich noch immer nicht so richtig blicken lassen wollte, sind wir direkt weiter. Claudia machte wieder die Pace, Bergab kann ich mit ihrem Canyon einfach nicht mithalten, ob es wirklich am Bike liegt, dass sie so rasant dem Tal entgegen fährt? Es soll ja angeblich nie der Bogen sein, sondern immer der Indianer ... :)

Der Wurzeltrail, der hinab zum Schloß Fernstein führt, ist noch immer da, mein Freud, Claudias Leid. Wenn wir wieder daheim sind, werden wir mal etwas mehr Techniktraining machen; das ist bei der Vorbereitung dieses Jahr etwas untergegangen. Aber wo ein Wille, da ein Weg. Der Wille war da, und auch der Weg; trotz einiger Verwurzelungen sind wir mit Vorsicht und Geduld und etwas Geschimpfe über den bösen Trail unbeschadet am Schloss Fernstein angekommen.

 

Der Fernsteinsee
Schloß Fernstein
Alter Fernpass - Via Claudia

Das Schwierigste für heute wäre somit überstanden. Es war erst/schon 12 Uhr, wird langsam Zeit für die Mittagspause. Vom ersten Jahr kam mir der Gasthof Seewald in Strad in Erinnerung. Bis dahin sind es vom Schloss Fernstein noch ca 14 Kilometer, also nichts wie hin, keine Stunde später waren wir in Strad. Wir setzten uns zu den anderen 30 Bikern und gönnten uns in aller Ruhe ein leckeres Mittagsmahl. Nur noch 25 Kilometer, und keine nennenswerte Steigung erwarten uns noch bis Landeck. Läuft super, lediglich die „Allerwertesten“ fingen langsam an, sich bemerkbar zu machen.

Nach der Pause sind wir zügig weiter -mal wieder fast zu zügig; der Innradweg lädt ja auch einfach nur zum „Rasen“ ein :) Um nicht allzu früh in Landeck aufzuschlagen, beschlossen wir noch eine kurze Rast an der Inn zu machen, kurz hinter Schönwies, liest sich fast wie schöne Wiese, das lud einfach nur zum Verweilen ein... Nach dem Päuschen konnte uns dann nichts mehr aufhalten. Wir wollten im Hotel Mozart noch das „Wellness Angebot“ wahrnehmen und sind daher auf den letzten 10 Kilometern im Tiefflug die sanfte Steigung hoch nach Landeck, wo wir gegen halb vier eintrudelten.

 

Gasthof Seewald
Verdiente Mittagspause
Unsere "Arbeitsgeräte"

„Wir freuen uns auf die Königs, ehm Sissi Etappe am morgigen Tag“, wo es von Landeck bis mindestens nach Nauders gehen soll. Das Hotel Mozart in Landeck war die letzte reservierte Unterkunft, erst am Gardasee haben wir wieder reserviert. 

Infos Hotel Mozart:                Trainingvergleich zu 2010:

         

Höhenprofil Garmisch - Landeck

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