Tag 9: Torbole - Tempesta - Torbole (13 km - 427 hm)

Heute wird ein schöner Tag

Durch den verlorenen Tag blieb uns nun noch ein ganzer Tag in Torbole. Den wollten wir ausnutzen, um im See schwimmen zu gehen, Eis zu essen, in der Stadt zu bummeln,... was man als Tourist  halt so macht. Denn mit unserer Ankunft in Torbole hatten wir den Eindruck gar keine Alpencrossler mehr zu sein, hier waren wir mehr Tourist, wie fast alle anderen auch. 

Aber erstmal Wäsche waschen

Der Strand war schon in den frühen Morgenstunden gut besucht. Wir suchten uns ein Plätzchen so nahe am Wasser, wie es ging, und legten uns neben all die anderen Ölsardinen, um die Sonne zu genießen. Herrlich war das, ich fühlte mich wie im Hochsommer am Mittelmeer. Das Wasser war angenehm zum Schwimmen, die warme Sonne lud ein zum Mittagschläfchen an der Strada, dem konnte Dirk auch nicht widerstehen. Ein verführerischer sonniger Tag um den Alpencross dort abzuschließen. Doch mich kribbelte es bereits wieder. Ich war immer noch etwas entäuscht, den Gardasee nicht von „oben“ gesehen zu haben. Und ich wollte nicht weg, bevor ich dies Vorhaben umgesetzt hatte.

Strand in Torbole
Raus aus den Trouble

Wir sprachen uns kurz ab, und ich machte mich auf den Weg zum Hotel, um mein Bike zu holen. Danach fuhr ich einfach drauf los, raus aus Torbole, weg vom Trubel. Einen Plan, wohin ich wollte hatte ich nicht, irgendwie und irgendwo hoch. Bis Tempesta fuhr ich auf der Straße, recht ätzend war das, hätte ich doch mal besser auf eins der vielen MTB Touren Schilder am Strand geschaut. Aber naja, nun war ich hier, bei Tempesta fand ich dann auch einen Pfad der hoch führte.


Ich kurbelte eine breite Schotterpiste 300 Meter hoch, erstmal warm strampeln und einen Überblick verschaffen. Hier oben merkte ich dann, dass ich mit leerer Wasserflasche losgefahren war. Was für ein doofer Fehler, bei der Hitze würde ich ohne Trinken nicht viele Höhenmeter überstehen. Auch ein Blick aufs GPS teilte mir nichts Gutes mit. So hatte ich spontan gehofft als letzten Gipfel den Altissimo zu stürmen, aber von hier aus führte kein Weg dorthin, kein Wasser, kein erreichbares Ziel... Dumm gelaufen.

Hier oben führte ein Pfad wieder nach Torbole, der Panoramaweg. Wie ich später erfuhr für MTBs gesperrt, gut begründet sogar, denn auf einmal sah ich mich vor einer gigantischen Eisentreppe wo ich mein Bike 200 Stufen hochtragen durfte. Aber ich war hier oben alleine, bis auf ca. 350 Meter schaffte ich es und fand einen Felsvorsprung, der mir einen sagenhaften Ausblick auf den Lago di Garda bot. Ich war zwar nicht ganz so hoch gekommen, wie ich mir erhofft hatte, aber das reichte mir. Jetzt habe ich den Lago auch von oben gesehen und kann morgen in Ruhe abreisen. Nach dem obligatorischen Fotostopp machte ich mich weiter auf den Weg zurück nach Torbole, um mich wieder mit Dirk zu treffen. Den Abend ließen wir mit MiniGolf, leckerem Essen und Eis ausklingen.

Doch noch von oben gesehen
Torbole
Gardasee
Panoramaweg nicht fahrbar
Surferparadies
Letzter Blick auf Torbole
Hmm.. lecker
Dirk
Shuttle Service
Letztes Urlaubsfeeling in München

Das war es leider auch schon :(  Am nächsten Tagen wurden wir um 8 Uhr von einem ShuttleService bis nach München transportiert. Dort kehrten wir noch auf ein Maß in den Augustiner Keller ein, und dann ging's es leicht beschwipst schon weiter mit dem Zug in Richtung Düsseldorf. Wegen einer Stuttgart 21 Demonstration kamen wir dann mit einigen Stunden Verspätung um kurz vor Mitternacht in Düsseldorf an. 

Danke

Prost und Danke an alle! Alpencross 2011 ist schon in Planung!

Ein herzliches Dankeschön geht an den Albrecht für das ausarbeiten dieser wunderschönen Tour. Für meinen ersten Alpencross hätte es nicht weniger und nicht mehr sein dürfen. Ideal für ErstTransalpler? Dank seiner Vorarbeit haben wir uns viel Planungszeit sparen können, und im Gelände selber fanden wir immer wieder hilfreiche Infos und Tipps in seinem Roadbook und Karten. Sich bei so einer Tour nur auf das GPS-Gerät zu verlassen wäre falsch gewesen, und wir hätten viel verpasst.


Danke auch an Petrus, der es mit uns mehr als gut meinte. So haben wir diesen Alpencross bei dem denkbar schönsten Wetter machen können, welches man sich für so ein Vorhaben vorstellen kann.


Danke an alle Transalpler, die wir unterwegs kennengelernt haben, für die netten Unterhaltungen und Begleitungen.


Danke auch an die Hoteliers, die zwar manchmal recht teure Unterkünfte boten, aber doch alle sehr Bike- und gastfreundlich waren. Auch ohne Reservierung sind wir überall untergekommen, mussten nicht frieren und nicht hungern :)

Ganz besonderen Dank auch an Claudia für Ihre E-Mails und Anrufe unterwegs, die mir das Gefühl gaben zwar weit weg zu sein aber trotzdem nahe an zu Hause.

Speziellen Dank auch an das TeamD. Dessen „harten Touren“  halfen mir sehr beim Training, zur Vorbereitung und Umsetzung dieser Alpenüberquerung mit dem Mountainbike.

Danke an Maribel für den Pechraben, der so Einiges auf sich nehmen musste.

Und sowieso Danke an alle, die es mir ermöglicht haben, diese unbeschreibbar schöne Alpenüberquerung zu machen.

PS: Noch vor Ende dieses Bericht ist schon der nächste Alpencross in Planung. Alpen 2011 ... wir kommen !!