Rhine on Skates 2009 - 135 km im Mittelrheintal

Rhine on Skates

Rhine On Skates zählt zu meinen Lieblings Events, es ist für mich DIE Tour, das ganze Jahr schon habe ich mich darauf gefreut. Meiner ersten Teilnahme in 2008 trat ich etwas skeptisch gegenüber, Angst die Distanz nicht zu schaffen, nicht fit genug zu sein, nicht geübt genug, … aber es hat geklappt, und das Glücksgefühl nach diesen 135 km war so unbeschreiblich schön, das die Anmeldung für RoS 2009 schon fast Ehrensache war.

Viele Inlineskater treffen bereits schon am Freitag in Rüdesheim ein, beliebtester Treffpunkt scheint der Campingplatz Rüdesheim sein, „Auf der Lach“, befindet sich dieser, in unmittelbarer Nähe von Start und Ziel.  Viele bekannter Gesichter sieht man hier bereits freitags wieder, und die ersten Hallos und Begrüßungen werden ausgetauscht. Sobald die Zelte aufgebaut sind, wird auf den Campingplatz gemütlich gegrillt, oder man spaziert in die Stadt um eins der zahlreichen Gastronomie Angeboten in Rüdesheim wahrzunehmen, der Kohlenhydrate Speicher sollte am nächsten Tag ausreichend voll sein.

Der Start am Samstag wurde angesagt für um 9:00 Uhr, früh aufstehen war also angesagt. Zeit zum wach werden, sich gemütlich anzuziehen und vielleicht noch beim „Bäckerbub“ in Rüdesheim ein leckeres Frühstück zu sich nehmen. Wer den Start verschläft, ist selbst schuld… Nach dem Frühstück ging es dann zum Parkplatz Auf der Lach, wo sich nach und nach immer mehr Inlineskater sammelten. Ca. 1200 Skater aus so ziemlich allen Bundesländern und auch Skater aus den Nachbar Ländern sollen dieses Jahr an den Start gegangen sein. Dann kann es ja los gehen?

Um 9:15 Uhr war es dann soweit, bei schönstem August Wetter rollten wir los.

Anette, Sven, Stefan und Peter
Versammlung zum Start
Gleich geht es los
Viele UN Blau Shirts unterwegs

Rüdesheim – Lorch (0 - 13 km):

Fähre bei Lorch

Unser erstes Ziel war Lorch wo wir mit einer Rhein-Fähre nach Niederrheinbach übersetzen würden.  Zügige 13 Kilometer, schöner Asphalt, gute Stimmung und viel Vorfreude auf die Tour. Ich weiß nun immer noch nicht wie oft die Fähre fahren musste um alle 1200 Inlineskater überzusetzen. Ein Weilchen dauert das aber, und somit konnte man hier die erste Verschnaufpause einlegen.

Lorch – St. Goar (13 - 31 km):

Pause in St. Goar

Nach dem alle Inlineskater auf der anderen Rhein Seite angekommen waren ging es zügig weiter bis St. Goar. Es schien mir so als würde es dieses Jahr etwas schneller voran gehen als in 2008. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Tour wurde mit ca. 20 km/h angegeben. Viel schneller kann es also nicht gewesen sein. In St. Goar gab es dann die erste Verpflegungspause. Für alle Teilnehmer gab es ausreichend Wasserflaschen und Bananen. Die Pause dauerte ca. 45 Minuten, Zeit genug um den Füssen etwas Luft zu gönnen, ein wenig zu plaudern, die warmen Sonnenstrahlen zu genießen oder sich beim Material-Bus der Experts in Speed mal umzusehen.

St. Goar – Spay(31 -53 km):

Unterwegs nach Spay

In Spay gab es eine Sammelpause von ca. 30 Minuten, bei so vielen Teilnehmern kommt es schon mal vor das sich das Feld sehr auseinander zieht, es fahren ja auch nicht alle gleich schnell, und es sind auch nicht alle gleich fit. Wenn sich die letzten Skater gesammelt haben, dürfen diese dann auch noch ein Päuschen machen bevor es weiter geht. Leider gab es bereits hier schon einige Inlineskater mit Blessuren zu sehen welche auf einen Sturz hinwiesen. So ganz ohne ist diese Tour wirklich nicht, aber das hat auch niemand behauptet.

Spay – Koblenz (53 – 64 km):

Pause im Koblenzer Stadion Oberwerth

Halbzeit im Stadion Oberwerth. Um kurz nach zwei dürften wir dort angekommen sein. Wie auch im letzten Jahr gab es hier ausreichend Nudeln Bolognese für alle, auch ausreichend Wasser, und wer wollte konnte sich am Stand von der AWO noch einen leckeren Kuchen und Kaffee gönnen, zwar hielt ich unter den ersten eine Portion Nudeln in der Hand, dafür war aber war leider der Kuchen aus als ich mir zum Nachtisch ein Stückchen gönnen wollte.

Die Pausenzeit war angemessen, man hatte Zeit die Füße wieder an die Luft zu lassen, sich ein wenig umzuschauen bei den Verkaufsbuden von Skate Zubehör, hier und da ein wenig zu plaudern, sich eine zweite Portion Nudeln zu gönnen, ein bisschen in der Sonne dösen bevor es dann um halb vier weiter gehen sollte. 

Koblenz (64 – 70 km):

beim verlassen von Koblenz

Im letzten Jahr rollten wir in Koblenz am Deutschen Eck vorbei, wegen einer Baustelle dort wurde dieses Jahr die Strecke etwas modifiziert, schade, aber nicht schlimm … schlimm fanden viele den knackigen Aufstieg den es gab als wir Koblenz verließen. Nicht lang, aber doch etwas anspruchsvoll. Oben angekommen wurde ein kleiner Sammelstopp gemacht, Inlineskater sind keine Bergziegen …
Petrus meinte es nicht gut, oder wollte uns etwas ärgern? In der Mittagspause fielen zwar schon ein paar Tropfen Regen, wir hofften dass es vorbeiziehen würde, aber ein kräftiger Schauer erwischte uns in dieser kleinen Sammelpause. Zwar angenehm frisch weil es bis dahin recht heiß war, aber vor uns lag die wohl längste Abfahrt der Tour, also ganz und gar nicht in unserem Sinne dort in strömenden Regen runter zu rollen. Es blieb Gott sei Dank nur bei diesem Schauer. 

Koblenz – Braubach (70 – 78km):

8 Kilometer Bergab :-) *froi*

ca. 8 Kilometer Bergab, einfach rollen lassen, so schön kann Skaten sein. Aber das bremsen nicht vergessen, denn hier wird man verdammt schnell, leider gab es auf dieser Abfahrt viele Stürze, am besten gar nicht dran denken wie es ausgegangen wäre wenn wir dort im Regen hätten hinunter wären. Ich hoffe das hier niemand ernsthaft verletzt wurde und das es denen die es schlimmer erwischt hat wieder auf dem Weg der Besserung sind.

In Braubach gab es wieder eine Sammelpause, die einen sind schneller im Uphill, die anderen schneller im Downhill, und sowieso hat jeder sein Tempo. Schön dass es solche Sammelpausen gibt, in denen man immer wieder bekannte Gesichter trifft, etwas plaudern und auch Luft holen kann, wir sind ja nicht alle gleich fit…

Hier gab es dieses Jahr eine Kiosk Bude welche im letzten Jahr noch nicht dort stand, schön für uns, wer wollte konnte sich hier ein kühles Getränk oder ein Eis gönnen bevor es dann weiter ging.

Braubach – St. Goarshausen (78 – 100 km):

Letzte große Pause vor Rüdesheim

Die zweite und letzte große Verpflegungspause, auch hier gab es wieder ausreichend Wasser und Bananen für alle Skater.   Vielen konnte man hier schon die Erschöpfung in den Augen sehen, sofern diese offen waren, jetzt nur nicht schlapp machen, noch ca. 35 Km trennen uns von Rüdesheim.

Kurz nach 18 Uhr hieß es dann aufstehen, es geht gleich weiter, hier fiel mir das aufstehen schon recht schwer, das schlimmste aber dürfte jedoch hinter uns liegen. Wenn es so abläuft wie in 2008, dürften wir in Lorch wieder eine Sammelpause machen, um dann anschließend gemütlich in Rüdesheim einzurollen.

St. Goarshausen – Lorch (100 – 119 km):

letzte Sammelpause

Recht zügig ging es dann weiter bis Lorch, wo der geplante Sammelstop stattfand, noch einmal 15 Minuten durch atmen, versuchen das angestrengte und müde erscheinende Gesicht mit einem Smiley zu versehen, denn schließlich haben wir Spaß ;- ) Auf zum Endspurt.

Lorch – Rüdesheim (119 – 135 km):

Wie auch im letzten Jahr wurden die Teilnehmer von Rhine On Skates bei Ankunft um ca. 20 Uhr in Rüdesheim gefeiert, man jubelte uns zu, es wurde geklatscht, zwar fragt man sich ob viele überhaupt wissen was wir an dem Tag geleistet haben, aber auch egal, wir wissen es, und das war einiges. Hier musste man auch kein Lächeln mehr erzwingen, das passierte nun von ganz alleine.

Rüdesheim:

Sven
Löckchen
RoS Party!
Die RoS Ordner

Auf dem Parkplatz von Start und Ziel  umarmten sich alle, und feierten Ihre Ankunft, einige zog es mit den Skates direkt auf die „Tanzfläche“ des Parkplatz, direkt vor der Bühne welche mit lauter Musik den Abend beschallte, die Party kann beginnen…. bzw. hat schon begonnen… Eigentlich war der ganze Tag doch schon eine Megaparty? ?
Nachdem ich mir ein Bier gegönnt habe und eine leckere Bratwurst zog es mich dann erst mal unter die Dusche vom Campingplatz, das tat gut, und jetzt wird gefeiert. Als dann gesagt wurde das um 0:00 Uhr die Musik ausgehen würde war ich ganz froh darüber, denn ich fühlte mich doch sehr müde und bewunderte alle die noch so Fit erschienen als wenn die Tour gleich erst los gehen würde.
Die Musik verstummte,… für wenige Sekunden… ein kleiner Musikwagen der von ein paar Skatern den ganzen Tag schon 135 Km vor sich herschoben wurde auf die Tanzfläche gefahren und weiter ging die Party. Nicht aber für mich… ich wollte nur noch eins, die Augen zu machen und schlafen, das tat ich dann auch. Am nächsten Morgen erfuhr ich das einige noch bis 4:00 Uhr in der Stadt unterwegs waren, und immer wieder eine neue Party gefunden wurde zum Feiern. Vorher nimmt Ihr die Energie? :- )

Viele Inlineskater blieben noch bis Sonntag, einige verabschiedeten sich schon samstags weil Sie am Sonntag schon wieder woanders auf Rollen Unterwegs sein wollten. Bevor es am Sonntag nach Hause ging gönnten wir uns beim Rüdesheimer Bäckerbub noch ein „Meisterfrühstück“.  
Nach 2008, war auch Rhine on Skates 2009 wieder unbeschreiblich schön. Alles Super vom Veranstalter organisiert,  eine traumhafte Tour durchs UNESCO Weltkulturerbe am oberen Mittelrhein, viele nette Inlineskater, leckeres Essen, Party Stimmung, schönes Wetter,…


Was bleibt mir noch zu sagen? Danke an die Veranstalter und alle mitwirkenden für diese tolle Tour.

 

Wir sehen uns bei RoS 2010!!